Chemputer

Bilder sind von BAE Systems

Chemputer züchtet Drohnen

Der britische Rüstungskonzern BAE Systems gab nun etwas bekannt, dass sich wie pure Science-Fiction anhört. BAE Systems will Drohnen in einem speziellen Tank züchten. Das Gerät nennt sich Chemputer und ist eine Art 3D-Drucker, nur dass es anders arbeitet als herkömmliche 3D-Drucker. Ein normaler 3D-Drucker arbeitet mit physischen Prozessen und es wir Schicht für Schicht aufgetragen bis das Objekt fertig ist. Der Chemputer hingegen arbeitet mit chemischen Prozessen und züchtet in einem Tank mit einer Flüssigkeit das Objekt. Aus verschiedenen Stoffen werden schrittweise komplexe Moleküle chemisch hergestellt, aus denen dann am Ende das gewünschte Objekt. In diesem Fall sind es Kampfdrohnen für das Militär. Theoretisch könnten auch kommerzielle Drohnen hergestellt werden, aber wie so oft werden neue Entwicklungen erst beim Militär eingesetzt bevor sie ihren Weg zu der breiten Masse finden.

Kurze Bauzeit

Der Vorteil von gezüchteten Drohnen soll eine verhältnismäßig kurze Bauzeit der Drohnen sein, außerdem lassen sich Änderungswünsche schnell in den Computer eingeben. So kann BAE Systems Entwicklungszeit und Entwicklungskosten einsparen. Die Bauzeit einer chemisch gezüchteten Drohne soll laut BAE Systems lediglich einige Wochen statt mehrerer Monate oder Jahre betragen. So ließe sich viel Geld, Bau- und Entwicklungsdauer einsparen. Den Chemputer selbst baut der Wissenschaftler Lee Cronin an der Universität von Glasgow. Die Idee klingt schon fast zu fantastisch um wahr zu sein. Es ist noch nicht lange her dass man 3D-Drucker einsetzt. Der Chemputer lässt heutige 3D-Drucker wie alte Relikte erscheinen. Futuristischer geht es kaum noch. Theoretisch lassen sich natürlich alle möglichen Dinge in dem Chemputer züchten.

Chemputer
Chemputer

Züchten statt bauen

Nicht nur das Gestell und die Tragflächen werden im Chemputer gezüchtet, sondern auch Teile des Computers. Das ist schon Wahnsinn und Zukunftsmusik. Sollte es BAE Systems gelingen Drohnen kostengünstig auf diese chemische Art und Weise kostengünstig herzustellen könnte es sein, dass herkömmliche Fabriken für den Bau von Drohnen und anderen Dingen in Zukunft nutzlos werden würden. Eine ganze Industrie müsste sich entweder anpassen oder untergehen. Wie BAE Systems dieses Kunststück vollführen will ist nicht bekannt. Das Unternehmen hüllt sich in Schweigen und gibt keinerlei Details bekannt. Das ist jedoch verständlich, da man sich keine frühzeitige Konkurrenz schaffen möchte. Die Idee ist so futuristisch, dass das erste Unternehmen das es schafft Drohnen zu züchten viel Geld verdienen könnte. Dabei geht es jedoch nicht nur um Drohnen, sondern alles Mögliche das man kostengünstiger und schneller bauen bzw. züchten könnte.

Fazit

Egal wie futuristisch es sich anhört Drohnen mit einem Chemputer zu züchten, man kann nicht ausschließen dass es unmöglich ist. Der Wissenschaftler Lee Cronin arbeitet mit einem großen Team bereits seit einigen Jahren an dem Chemputer. BEA ist ein bekannter Rüstungskonzern und hat schon diverse Dinge gebaut die heute im Militär nicht mehr wegzudenken sind, wie z.B. das Heads-Up-Display für Kampfpiloten. Heads-Up-Displays waren früher auch mal Zukunftsmusik. Spannend bleibt dennoch wie BAE Systems es schaffen will, dass die Moleküle wissen wann sie was machen sollen. Das Prinzip ähnelt der DANN beim Menschen, wo jede Zelle weiß wann sie wie wachsen soll. Das Thema ist extrem spannend und faszinierend. Diese Technologie könnte vieles revolutionieren und voran treiben. Wir sind äußerst gespannt in der Zukunft mehr über den Chemputer zu hören und ob er wirklich realisiert wird.

Chemputer