DFS DrohnenApp

Bilder sind von DFS und Unifly

DFS DrohnenApp

Bereits vor einigen Monaten hatte die DFS (Deutsche Flugsicherung) eine App angekündigt, welche Piloten von Multicoptern helfen sollte zu erkennen wo man fliegen darf und wo nicht. Nun wurde die DFS DrohnenApp veröffentlicht und ist kostenlos für iOS und Android Geräte verfügbar. Sie soll dem Piloten jederzeit und überall anzeigen wo es Flugbeschränkungen und sogenannte NFZ (No Fly Zones) gibt. Mit der DFS DrohnenApp will die Deutsche Flugsicherung die Sicherheit im deutschen Luftraum erhöhen und auch den Piloten mehr Sicherheit bringen. Seit der neuen Drohnenverordnung, welche seit April 2017 in Kraft getreten ist, müssen Piloten viele Dinge beachten um nicht gegen geltendes Gesetz zu verstoßen. Neben bereits bekannten Gebieten wo man nicht fliegen durfte, wie z.B. Flughäfen, kamen auch viele neue Richtlinien hinzu. So darf man z.B. nicht über Autobahnen, Bundesstraßen oder Wasserwegen fliegen. Es gibt definierte Mindestabstände, welche man zu bestimmten Gebäuden, Zonen und Institutionen einhalten muss.

Mehr Sicherheit

Grundsätzlich ist die neue DFS DrohnenApp eine tolle Sache. Auf einer interaktiven Karte wird dem Anwender angezeigt wo man fliegen darf und wo nicht. Dem Anwender werden in einer Regelübersicht geltende Regeln, Beschränkungen und Gesetze angezeigt. Die DFS DrohnenApp stammt von der Deutschen Flugsicherung in Zusammenarbeit mit der belgischen Firma Unifly und ist kostenlos erhältlich. Die DFS DrohnenApp nutzt Kartenmaterial aus amtlichen Quellen. Ergänzt wird das Kartenmaterial mit Daten der Deutschen Flugsicherung. Durch die Bündelung sollen die Nutzer eine umfassende Karte mit allen nötigen Informationen bekommen. Leider sind bereits einige Fehler aufgetaucht, so dass die Karten noch angepasst werden müssen. Einige bekannte No Fly Zones, wie Teile von Flughäfen, sind nicht als solche markiert. Andere Bereiche in denen nicht geflogen werden darf sind ebenfalls nicht als solche markiert. Jeder sollte daher seinen gesunden Menschenverstand nutzen und sich nicht allein auf die Daten der DFS DrohnenApp vertrauen.

DFS DrohnenApp
DFS DrohnenApp

Kritische Stimmen

Neben Zuspruch gibt es auch sehr viele kritische Stimmen gegen die neue DFS DrohnenApp. Wir sind erstaunt, dass es sogar wesentlich mehr kritisches und negatives Feedback als positives Feedback gibt. Das liegt unter anderem an der Zwangsregistrierung in der App. Desweiteren ist eine Aktivierung der GPS-Ortungsdienste Voraussetzung für die App. Kritische Stimmen beklagen die Datensammlung der DFS DrohnenApp. So wüsste die Deutsche Flugsicherung von jedem Nutzer wer er ist und wo er fliegt. Der gläserne Pilot ist eine Sache die nicht allen Piloten schmeckt, was verständlich ist. Einige Piloten befürchten sogar, dass die gesammelten Daten benutzt werden könnten um rechtswidriges Verhalten zur Anzeige zu bringen. Im Google Playstore sind die Bewerungen extrem schlecht, im iTunes Store sieht es nicht anders aus. Vielleicht hätte die DFS einiges anderes machen sollen, denn die Grundidee der App ist eine tolle Sache für alle Piloten.

Fazit

Wir wollen die neue DFS DrohnenApp weder in den Himmel loben noch als Teufelswerkzeug verdonnern. Die App ist grundsätzlich eine tolle Sache für jeden Piloten. Wir hätten uns lediglich gewünscht, dass man einige Dinge anders gelöst hätte und die App nicht bereits zu Beginn so viele Fehler enthalten würde. No Fly Zones wie Flughäfen sollten abgedeckt sein und keine Lücken enthalten. Uns ist jedoch klar, dass es schwierig ist eine exakte deutschlandweite Karte ohne jegliche Fehler zu entwickeln. Wir hoffen, dass die DFS die Fehler schnell beseitigen wird und die Piloten die App besser annehmen werden. Es gibt Alternativen zur DFS DrohnenApp, aber auch diese sind nicht umfassend und enthalten fehlende Daten. Wir sind gespannt, ob die DFS DrohnenApp in der Zukunft besser von den Piloten von Multicoptern und Modellfliegern angenommen wird.

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