Einordnung: Diese Seite bewahrt einen alten Such- und Archivpfad. Sie ist kein aktueller Produkttest und keine Kaufempfehlung.
Zuerst die kurze Antwort
Die Revell C-me war eine faltbare, per Smartphone-App bediente Drohne. Eine offizielle Schnellstartanleitung ist noch erreichbar und liefert eine brauchbare Grundlage, um ein gefundenes Exemplar zu identifizieren und grundsätzlich zusammenzusetzen. Sie beweist jedoch nicht, dass die benötigte App 2026 auf einem aktuellen Telefon läuft oder dass passende Akkus, Propeller und weitere Ersatzteile verfügbar sind.
Wir haben die C-me nicht selbst geflogen. Ein Gebrauchtangebot lässt sich daher nicht anhand alter Werbeaussagen beurteilen, sondern nur durch einen vollständigen Funktionstest mit dem konkreten Smartphone, Akku und Zubehör.
Was die Revell-Anleitung tatsächlich bestätigt
Die Schnellstartanleitung zeigt, wie die C-me mit einem Smartphone vorbereitet und über die zugehörige App gesteuert wird. Damit ist die App kein beliebiges Extra, sondern Teil der Bedienkette. Vor einem Kauf muss deshalb geklärt werden, ob sie sich aus einer vertrauenswürdigen Quelle installieren lässt, startet und eine Verbindung zum Fluggerät aufbaut.
Ebenfalls dokumentiert sind die faltbaren Arme und die Propellerschützer. Für ein Gebrauchtgerät bedeutet das: Alle Arme müssen sich vollständig öffnen lassen und in der vorgesehenen Position bleiben. Propeller, Schutzbügel und Befestigungen sollten vollständig, unverformt und frei von Rissen sein. Die Existenz eines Schutzbügels macht einen beschädigten Propeller oder einen Flug in ungeeigneter Umgebung nicht sicher.
Revell beschreibt außerdem die Erfassung eines GPS-Signals sowie getrennte Innen- und Außenmodi. Das belegt, dass bei der Vorbereitung zwischen den Einsatzumgebungen unterschieden werden sollte. Es ist aber keine Zusage, dass ein altes Exemplar heute zuverlässig Satelliten findet. Ebenso ersetzt die Wahl eines Außenmodus weder die Prüfung des Flugorts noch die geltenden Betriebsregeln.
Welche Aussagen des alten Beitrags entfallen
Der frühere dreidrohnen.de-Text erschien als Vorschau und enthielt Vermutungen statt nachvollziehbarer Messergebnisse. Seine geschätzte Flugzeit wird deshalb nicht übernommen. Dasselbe gilt für die damalige Vermutung, der C-me fehle FPV. Die erhaltene Schnellstartanleitung reicht nicht aus, um solche Vorschauaussagen als getestete Produkteigenschaften zu bestätigen oder zu widerlegen.
Auch alte Preise, Verfügbarkeitsangaben und pauschale Eignungsurteile bleiben draußen. Der Relaunch trennt das historische Interesse am Modell von der Frage, ob ein einzelnes Exemplar heute noch sinnvoll nutzbar ist.
Gebrauchtkauf: Diese Punkte entscheiden
App und Smartphone zuerst prüfen
Bitte den Verkäufer vor einer Anfahrt um die genaue App-Bezeichnung und Fotos der Verbindungsschritte. Installiere die App auf deinem eigenen Telefon und prüfe, ob notwendige Berechtigungen nachvollziehbar sind. Ein altes Verkäufertelefon mit bereits installierter App beweist keine langfristige Kompatibilität. Ohne funktionierende Verbindung sollte der Kauf nicht auf ein späteres Software-Experiment vertagt werden.
Akku und Ladeweg vollständig zeigen lassen
Ein Akku darf weder aufgebläht noch beschädigt oder ungewöhnlich warm sein. Frage nach Lagerung, langer Tiefentladung und dem letzten erfolgreichen Ladevorgang. Zum Set gehört auch ein nachvollziehbar passendes Ladegerät. Da wir keine aktuelle Quelle für neue Akkus oder Revell-Support gefunden haben, ist ein verschlissener Energiespeicher kein kleines Zubehörproblem.
Mechanik und Funktionen am Boden kontrollieren
Öffne alle Arme nach Anleitung und kontrolliere Gehäuse, Propeller, Schutzbügel und Kontakte. Prüfe anschließend App-Verbindung, Statusanzeigen und die GPS-Erfassung im vorgesehenen Außenmodus. Ein kurzer Schwebetest kommt erst danach und nur an einem zulässigen, übersichtlichen Ort infrage. Unsere Checkliste für gebrauchte Drohnen ordnet diese Schritte in eine vollständige Kaufprüfung ein.
Heutige Regeln statt alter Produktkategorie
Bezeichnungen wie „Selfie-Drohne“ sagen nichts über die heutige rechtliche Einordnung aus. Entscheidend sind unter anderem das genaue Gewicht, eine mögliche Klassenkennzeichnung und der Flugort. Für ältere Modelle hilft unsere Einordnung der Drohnenklassen beim Einstieg in die offiziellen EASA- und dipul-Informationen.
Warum kleine, app-gesteuerte Kameradrohnen damals als eigene Geräteklasse Aufmerksamkeit bekamen, ordnet die Retrospektive zum Trend der Selfie-Drohnen ein. Für die C-me bleibt heute die nüchterne Kernaussage: Die Anleitung ist erhalten, der aktuelle Betrieb des gesamten Systems ist nicht bestätigt.