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Mavic-Pro-Nachfolger: Was aus der Wunschliste wurde

Im April 2017 sammelte dreidrohnen.de Wünsche an einen Nachfolger der Mavic Pro. Erst am 23. August 2018 stellte DJI die Mavic 2 Pro und Mavic 2 Zoom offiziell vor.

Status
Retrospektive, mit späterer Herstellerquelle abgeglichen
Quellenstand
26. Juli 2026
Pfad
/news/dji-mavic-pro-nachfolger/

Einordnung: Diese Seite bewahrt einen alten Gerüchtepfad. Der damalige Text war eine Wunschliste, keine bestätigte Produktvorschau oder ein Leak.

Zuerst die kurze Antwort

Der alte Beitrag vom April 2017 sagte die Mavic 2 nicht voraus. Er formulierte Wünsche an einen künftigen Nachfolger der Mavic Pro, vor allem mehr Umgebungserfassung, längere Flugzeit und eine bessere Kamera. Es gab darin keine belastbare DJI-Bestätigung und keine als Quelle erkennbare interne Produktinformation.

DJI stellte am 23. August 2018 tatsächlich zwei Nachfolger vor: Mavic 2 Pro und Mavic 2 Zoom. Einige ihrer offiziellen Merkmale lagen in denselben groben Kategorien wie die Wunschliste. Das macht den alten Text im Rückblick interessant, aber nicht zu einem nachträglich erfolgreichen Leak.

Was 2017 wirklich auf der Seite stand

Die damalige Seite blickte von der ersten Mavic Pro aus nach vorn. DJI hatte diese faltbare Kameradrohne im September 2016 vorgestellt. Schon wenige Monate später fragte der alte Beitrag, welche Schwächen eine nächste Generation angehen könnte.

Die Form war spekulativ: mehr Sensorik rund um das Fluggerät, zusätzliche Flugzeit und Fortschritte bei der Bildaufnahme. Das sind nachvollziehbare Nutzerwünsche an eine Produktgeneration, aber keine spezifischen Informationen über Modellnamen, Termin, Varianten oder technische Umsetzung. Der neue Archivtext behandelt sie deshalb als Wunschkatalog und nicht als Gerücht mit bestätigter Quelle.

Der offizielle Ausgang im August 2018

DJI präsentierte die nächste Generation als zwei Kameraausführungen. Nach Angaben des Herstellers erhielt die Mavic 2 Pro eine integrierte Hasselblad-Kamera mit Ein-Zoll-CMOS-Sensor und 20 Megapixeln. Für die Mavic 2 Zoom nannte DJI einen 1/2,3-Zoll-Sensor und einen zweifachen optischen Zoombereich. „Bessere Kamera“ wurde also nicht durch eine einzige universelle Änderung umgesetzt, sondern durch zwei unterschiedlich ausgerichtete Modelle.

Beim Thema Flugzeit gab DJI für die Mavic 2 bis zu 31 Minuten an. Für die ursprüngliche Mavic Pro hatte das Unternehmen bis zu 27 Minuten genannt. Das ist ein Vergleich von Herstellerwerten unter den jeweils angegebenen Bedingungen, kein Ergebnis eines Tests durch dreidrohnen.de.

Auch die Umgebungserfassung wurde erweitert. DJI beschrieb für die Mavic 2 zehn Sensoren an allen Seiten des Fluggeräts sowie ein überarbeitetes Assistenzsystem zur Hinderniserkennung. Diese Formulierung aus der Launch-Mitteilung darf nicht zu einer Garantie gegen Kollisionen verkürzt werden. Sensorabdeckung, Assistenz und autonome Sicherheit sind nicht dasselbe.

Treffer in der Kategorie sind keine bestätigten Vorhersagen

Mit zeitlichem Abstand wirkt eine allgemeine Wunschliste schnell genauer, als sie damals war. Kamera, Flugzeit und Hinderniserkennung waren naheliegende Entwicklungsfelder für eine Kameradrohne. Dass DJI später in allen drei Bereichen Neuerungen ankündigte, beweist weder Vorwissen noch die Richtigkeit jeder einzelnen Hoffnung.

Entscheidend ist die Trennlinie zwischen Kategorie und konkreter Aussage. „Mehr Flugzeit“ passt zu DJIs späterem 31-Minuten-Wert. Der alte Text nannte damit aber weder diesen Wert noch die Testbedingungen. „Bessere Kamera“ verriet auch nicht die Aufteilung in Pro und Zoom oder deren verschiedene Sensor- und Objektivkonzepte. Ebenso sagte der Wunsch nach mehr Sensorik nichts über DJIs konkrete Anordnung und Software aus.

Unsere Seite zu Quellen und Methodik erklärt, warum ein späteres Produkt eine frühere Spekulation einordnen, aber nicht rückwirkend belegen kann.

Was diese Retrospektive für andere Gerüchteseiten zeigt

Eine faire Archivseite fragt zuerst, was der alte Text zum damaligen Zeitpunkt wusste. Danach folgt der Abgleich mit der offiziellen Veröffentlichung. Beim Mavic-Air-Rückblick lässt sich ein vermeintliches Gerücht ebenfalls an einem späteren DJI-Launch prüfen. Die Phantom-5-Retrospektive zeigt dagegen, warum nicht jede plausible Erwartung in einem entsprechend benannten Produkt endet.

Beim Mavic-Pro-Nachfolger lautet das Ergebnis daher: Die Richtung einiger Wünsche passte zur späteren Produktentwicklung. Modellstruktur, konkrete Technik und Veröffentlichung wurden aber erst durch DJI im August 2018 belastbar.